Anfang

Erfahrungen mit Panoramas

Ny-Ålesund auf Spitzbergen.
Schon meine erste Digitalkamera, eine Canon A70 von 2003, hatte eine extra Einstellung um Panoramas zu machen. Diese habe ich aber nur selten benutzt, da das Zusammenfügen zu der Zeit nicht ganz so einfach war. Also habe ich es erstmal gelassen, bis ich 2008 auf Hugin aufmerksam wurde. In 2008 hatte ich dann erstmal ein ansprechendes Panorama (7202x829 Pixel) von den Fotos, die ich 2003 in Ny-Ålesund gemacht hatte. Anfang 2011 noch mal bearbeitet wurden es auf einmal 10299x1302 Pixel. Bei genauerer Betrachtung (beim Anklicken des Bildes öffnet sich eine 2060x260 Pixel große Version)erkennt man eine Unreinheit beim Vordergrund (Sprung in der Leitplanke) und einen einzelnen leichten Streifen in der Belichtung beim Übergang von einem Foto zum nächsten. Die Fotos wurden halt Freihand gemacht. Die Belichtung und Weißabgleich wurden eigentlich gleich gelassen, für den Streifen habe ich daher keine schlüssige Erklärung.

Nach den positiven Erfahrungen mit Hugin kamm dann in 2009 das Panorama "Warnemünde von oben", aber richtig viele wurden auf der Urlaubsreise 2010 in die USA gemacht. So gut wie immer aus der Hand, teilweise nicht nur einer, sondern mehrere horizontale oder vertikale Streifen. Das größte Panoramabild wurde dabei 21200x3520 Pixel groß.
Bei einigen sieht man auch Brüche im Vordergrund. Um diese zu Vermeiden braucht man entweder ein Stativ mit Nodalpunktadapter (und die Adapter sind nicht gerade billig ). Oder man muss aufpassen, dass der Vordergrund vollständig auf einem einzelnen Bild abgebildet wird (gleiches gilt für sich bewegende Objekte). Nicht miteinander verbundene Teile des Vordergrundes können aber ruhig auf verschiedenen Bildern sein. Und je näher der Vordergrund ist, desto mehr muss man aufpassen.

Cameron trading post, USA.
Das Finden der Kontrollpunkte hat normalerweise gut geklappt, manchmal musste man nachbessern, was im Allgemeinen auch relativ schnell und problemlos geht. Bei einigen Motiven kann das aber auch schwierig sein. Bestes Beispiel dafür ist das Bild der Brücke bei Cameron Trading Post. Bei ziemlich paralell verlaufenden Drähten vor einem Himmel mit sich etwas bewegenden Wolken ist es aber auch schwierig in Drahtrichtung die passenden Kontrollpunkte zu bestimmen.

Mit der Belichtung hat es eigentlich immer gut geklappt (ein Bild eingemessen und dann Belichtung und Weissabgleich gleich gelassen), die paar Streifen im Himmel über den Grand Canyon kommen von Waldbränden. Schwierigkeiten macht manchmal der große Dynamikumfang, in Sonnenrichtung ist der Himmel manchmal ausgefressen. Hugin kann in gewissem Maßen verschiedene Belichtung ausgleichen und auch HDR machen, es wäre also mal den Versuch wert zu sehen ob man nicht bessere Resultate bekommt wenn man verschiedene Belichtungen nimmt.